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Auf den Spuren der Politik in Berlin

Zwei Weilmünsterer treffen Bundesministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul

Die Weilmünsterer, Laura Czech und Sabrina Baum, hatten am 02. Februar 2007 die Möglichkeit durch den Schülerzeitungsverband JungedMedienZentrum Deutschland e.V. (JMZ) die Bundesministerin für Zusammenarbeit und Entwicklung, Heidemarie Wieczorek-Zeul, zu treffen. Außerdem verbrachten sie einen Tag mit anderen Politikern und Journalisten im Haus der Bundespressekonferenz in Berlin.

Auf die Einladung, des Schülerzeitungsverbandes JugendMedienZentrum Deutschland e.V. hatten Sabrina Baum und Laura Czech am 02. Februar die Chance einen Tag zusammen mit Heidemarie Wieczorek-Zeul in der Bundespressekonferenz in Berlin zu verbringen. Die Bundespressekonferenz, als solche, wurde 1950 in Bonn von engagierten Journalisten gegründet und ist seither Gastgeber verschiedener Pressekonferenzen. Ihr Hauptziel war es die Interessen der Journalisten zu vertreten, und somit wuchs ihre Mitgliederzahl, seit der Gründung, von 150 zu mittlerweile 900 Mitgliedern an. Die Bundespressekonferenz veranstaltet drei Mal wöchentlich eine Regierungspressekonferenz, bei der Sprecher der einzelnen Ministerien die Beschlüsse, Termine und Mitteilungen der einzelnen Ministerien bekannt geben. Daran können nur Journalisten teilnehmen, die regional berichten, Mitglied der Bundespressekonferenz sind und monatlich einen Vereinsbeitrag von 40 €uro zahlen. Auch wir nahmen an einer solchen Regierungspressekonferenz teil, bei der man einiges über die Arbeiten in den Ministerien und auch über die Termine unserer Bundeskanzlerin, Angela Merkel, in den darauf folgenden Wochen erfuhr.

Nachdem wir hier schon aktiv deutsche Politik erleben durften, hatten wir nun eine Diskussion, wie die Pressearbeit der verschiedenen Ministerien funktioniert. Herr Ehrlich, als Vorsitzender der Bundespressekonferenz, wies uns zunächst kurz in die aktuelle politische Lage ein und erläuterte uns die Hintergründe und Aufgaben der Bundespressekonferenz. Nun war es an uns selbst Herr Ehrlich und den Vertreter des Ministeriums für Zusammenarbeit und Entwicklung, Herr Weidling, mit Fragen zu löchern.

Einer der 70 jungen Schülerzeitungsredakteure ergriff das Wort und fragte, wie sich die verschieden Sprecher und die Ministerien intern auf die Bundespressekonferenzen vorbereiten. Weidling antwortete, dass man sich zu aller erst mal in den allgemeinen Medien über aktuelle Ereignisse informiert, dass heißt Zeitungen und Pressespiegel lesen. Außerdem werden innerhalb der einzelnen Ministerien täglich Telefonkonferenzen geführt, damit festgelegt wird, wann welcher Beschluss publik gemacht wird. Des Weiteren finden auch Absprachen mit den anderen Ministerien statt um ein Rahmenprogramm der Konferenz zu bestimmen.

Dann klingelte Weidling’s Telefon und die Ministerin kündigte sich an. Heidemarie Wieczorek-Zeul betrat den Pressesaal und stellte sich den Fragen der Jugendlichen. Als erstes erläuterte sie, dass es das Wichtigste an ihrem Beruf ist, die Verhältnisse in der globalen Welt gerechter und friedlicher zu gestalten, denn sie sagt selbst ihr Erfolgsgeheimnis, als älteste Ministerin im Kabinett, sei die Power und Leidenschaft mit der sie hinter ihren Beschlüssen steht. Der Reichtum unseres Landes lässt sich nicht auf der Armut der Entwicklungsländer begründen, da Deutschland als Exportland nur erfolgreich handeln kann, wenn auch in armen Ländern Stabilität zu spüren ist und an dieser Stabilität arbeiten wir durch unsere Entwicklungspolitik mit. Im Moment gehen immerhin 0, 36 % des Einkommens in die Entwicklungshilfe, 1998 waren es nur 0, 26 %. Doch dieser Beitrag soll bis 2015 auf 0, 7 % angehoben werden. Trotzdem ist Deutschland hier noch vorbildlich, denn im Gegensatz dazu investiert Amerika 103 Milliarden US Dollar in die Entwicklungshilfe, aber 1,1 Billionen US Dollar in die Rüstungspolitik. So viel wie Deutschland in einem Jahr für Entwicklungspolitik einsetzt, betragen die Kosten für den Aufenthalt der Amerikaner im Irak für eine Woche. Besonders an dieser Stelle ist erkennbar, dass es nicht am Geld mangelt, sondern lediglich an der Verteilung, immerhin ist Entwicklungspolitik die beste Sicherheitspolitik, sagt Wieczorek-Zeul. Auch jeder einzelne Bürger kann helfen die Lebensverhältnisse in den Entwicklungsländern zu verbessern. Der Verkauf von Fair Trade Produkten (z.B.: in Weltläden, aber mittlerweile auch in großen Handelshäusern erhältlich) sichert ein Einkommen vieler Kleinbauern und Arbeiter. Dies wird durch Fair Handelshäuser, wie die gepa ermöglicht, dennoch gibt es den Nachteil, dass dieser Prozess sehr zeitaufwändig ist. Auch betonte Wieczorek-Zeul, das besonders Frauenrechte unterstützt und bestärkt werden müssen, denn beispielsweise in Indonesien haben Frauen kein Landrecht, dass heißt wenn ihr Mann stirbt, besitzen sie somit kein Land mehr. Besonders auf die Hilfe der Nichtregierungsorganisationen (NGO) sind sie in Sachen Genitalverstümmlung angewiesen, denn trotz offiziellem Verbot, praktizieren viele traditionelle Afrikaner diese noch immer. Die NGOs leisten Aufklärungsarbeit vor Ort und schildern die Folgen. Ein weiterer Punkt, der der Ministerin sehr am Herzen liegt, ist AIDS vorzubeugen. Dies geschieht, indem man vorerst die Menschen aufklärt, dass heißt Prävention betreibt, außerdem indem man die Übertragung von Mutter auf Kind durch Medikamente verhindert und natürlich diese auch kostengünstig anbietet. Als abschließendes Statement betonte Frau Wieczorek-Zeul, dass ohne Eigenverantwortung der Entwicklungsländer keine Chance für unsere Hilfe besteht, denn wir können keinen Ersatz bieten, sondern nur unterstützen, wo bereits ein Wille besteht.

Zum Abschluss besuchten wir noch gemeinsam die zentrale Holocaust-Gedenkstätte, an dieser Stelle ging für uns ein spannender Tag mit der Ministerin und der Politik in Berlin zu Ende.

Sabrina Baum

Laura Czech




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